Chronik des 20 jahrhunderts online dating

Und fast immer denke ich an meine Grosstante, die darin das Besondere erkannte, und an den Hunger und die Armut der Menschen, die sie zwangen, den Boden abzukratzen.Ich bin Atheist, ich bete nicht, aber ich bin dankbar, so weit oben in der globalen Entwicklung zu stehen, dass ich mein Essen und die Tafelfreuden selbst bestimmen kann.

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wenn sie nicht mehr brauchbar sind, zur Speisenbereitung.

Diese Schüssel jedenfalls ist gross, fasst gut und gern zwei, drei Liter Inhalt, und war früher das gute Stück der Tiroler Familie, das auf den Tisch gestellt wurde.

Auf einen Don Giovanni kamen ein Leporello, drei Masettos und fünf Zerlinas, weshalb man meines Erachtens auch Verständnis haben muss, wenn Don Giovanni hin und wieder – da’s ihm gleich ist, ob sie bleich ist, ob sie bettelt, oder reich ist, nimmt er Weiber jeder Art und Sorte – klassenübergreifend bereit war, anderen ein Bankett zu bereiten: Auf zu dem Feste, froh soll es werden, singt Don Giovanni, und dass alle wild durcheinander tanzen sollen.

Denn so eine Zerlina und so ein Masetto, die hatten früher wenig zu lachen, die Winter waren ohne Klimaerwärmung kalt, und die Ernährung der Gente Plebea gestaltete auch eher eintönig.

Ich würde mich also rein aus Eigeninteresse nicht auf die marode Bestandsnation als Garant für gehobene Lebensansprüche verlassen.

Was jedoch immer Bestand hatte, war die Trennung der Gesellschaft in Eliten und Benachteiligte, und durch alle Zeiten kann man festhalten, dass es sich bei den obersten 10% gut gelebt hat.

Schuld am möglichen Auseinanderbrechen in Deutschland sind nicht Separatisten, die bei uns von einem starken Südstaat und einer abhängigen, unterentwickelten Nordkolonie vom Main bis an die Überflutungsregionen der Nordsee träumen, sondern schon heute die unterschiedliche Handhabung des angeblichen Rechtsstaates, vor dem alle ungleich sind.

Denn in Berlin können Sie mit 15 Gramm Gras wieder straffrei durch den Görlitzer Park ziehen und dergleichen als zugewanderter Händler auch anbieten.

Jedenfalls, meine Tante wohnte damals im Sarntal zwischen Sterzing und Bozen, recht weit oben, in einem abgelegenen Bauernhof, und fand dortselbst Gefallen an der Schüssel, die in der Küche aufbewahrt wurde.

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